Die "Philosophie" hinter Bibliographix
Die "klassische" Literaturverwaltung greift zu kurz
Wenn Sie im Internet nach "Literaturverwaltung" suchen, finden Sie viele Treffer. Die meisten Treffer sind mehr oder minder ausgefeilte Umsetzungen der Idee des klassischen Literatur-Karteikastens auf den Computer. Sie werden viele kostenlose Programme finden, aber auch Programme, für die Geld verlangt wird.
In der Arbeit an unseren eigenen Publikationen sind wir zu dem Ergebnis gelangt, dass der "Karteikasten-Ansatz" für Seminararbeiten noch ganz brauchbar ist, aber für größere Arbeiten, wie Dissertationen und Habilitationen,sowie für einen mehr oder minder kontinuierlichen Publikationsfluss zu kurz greift. Für diese Einsatzgebiete haben wir Bibliographix konzipiert.
Von der Funktion zum Prozess
Unsere Überlegung war, dass "Literaturverwaltung" nur ein kleiner Teil eines größeren Prozesses ist: Dem Prozess des Schreiben eines wissenschaftlichen Textes. Wenn eine Software die Funktion "Literatur-Karteikasten" zwar ganz gut hinbekommt, aber sich nur sperrig in den übergeordneten Prozess des Schreibens einfügt, ist es kein gutes Programm.
Wir haben uns also die Frage gestellt, wie ein Programm aussehen könnte, dass uns in dem ganzen Prozess unterstützen kann und haben uns dann in einem ersten Schritt Bibliographix quasi selbst auf den Leib geschneidert. Über die Jahre haben wir dieses Instrument im Dialog mit unseren Kunden immer weiter verfeinert. Das funktioniert sehr gut. Trotz aller Unterschiede in den persönlichen Arbeitstechniken ist der Prozess des Schreibens wissenschaftlicher Texte bei allen Autoren ziemlich ähnlich.
Kreativitätsunterstützung
Ein Projekt fängt typischerweise mit der Suche nach "der" zündenden Idee an und darin, diese Idee dann auszubauen und zu differenzieren. Aus diesem Grund enthält Bibliographix einen Ideenmanager.
Nun gibt es ja bereits Programme, deren Aufgabe das Ideenmanagement ist. Warum bauen wir dann diese Funktionalität in unser Programm ein? Folgende Gründe waren für uns dabei wichtig:
- Ihre eigenen Ideen "reiben" sich am Stand der Forschung, also dem, wofür der klassische Zettelkasten zuständig ist. Sie können das auf zwei verschiedenen "Baustellen" verhandeln: Literatur-Karteikasten plus Ideenmanager - verschenken dabei aber die Möglichkeit, Querverbindungen zwischen Literatur und Ideen zu erforschen und festzuhalten.
- Wir kennen keine Kreativitätssoftware, die für wissenschaftliche Publikationsprojekte wirklich geeignet ist.
- Wir lieben Mindmaps. Sobald ein Sachverhalt aber etwas komplexer wird, gelangt das Konzept der Mindmaps aus reinen Platzgründen an die Grenzen, auch wenn Sie von DIN A4 über engbeschriebenen Flipchart auf Tapetenformat umsteigen.
- Outline-Software, bei denen Sie Ideen in Form einer Baumstruktur ordnen, ist auch eine denkbare Alternative. Bibliographix bietet solche Funktionen auch als Zusatzfunktion an. Nur: Um dieses Konzept mit Gewinn einzusetzen, müssen Ihre Ideen schon relativ gut strukturiert sein. Ein Programm, das Ihnen helfen soll, Ihre Ideen zu ordnen, aber gleichzeitig von Anfang an voraussetzt, dass Ihre Ideen schon geordnet sind, erschien uns etwas widersinnig.
Aus diesem Grund haben wir einen Ansatz entwickelt, der darauf zugeschnitten ist, Sie schon in den frühen Phasen Ihres Projekts, wenn alle Ideen noch ein wenig schwammig und relativ wenig zusammenhängend sind, nach Kräften zu unterstützen. Im Laufe der Zeit werden Sie klarer sehen und sind dann "reif" für eine Gliederung Ihrer Ideen, die Sie auch mit Bibliographix durchführen können. Aber eben erst dann.
Recherche in Bibliotheken und Fachdatenbanken
Ein Segen, den das Internet der Wissenschaft gebracht hat, ist die Verfügbarkeit von Informationen über den Stand der Forschung. Bibliotheken erlauben einen Zugriff auf die Kataloge per Internet, Fachdatenbanken bieten (leider meist nur gegen happiges Entgelt) nicht nur einen Zugriff auf die Titeldaten, sondern auch auf Abstracts.
Sie können auf solche Informationen im Regelfall direkt mit Ihrem Browser zugreifen. Auch an dieser Stelle können Sie mit zwei Programmen (Literatur-Karteikasten plus Browser) arbeiten. Wir haben in Bibliographix ein eigenes Bibliotheksmodul integriert. Damit haben Sie die Möglichkeit, sich nicht nur ein Bild von bereits vorhandener Literatur zu machen, sondern die Titeldaten mit einem Knopfdruck in Ihre eigene Datenbank herunterzuladen, statt die Daten mühsam und fehlerbehaftet abzutippen.